Der BVF Rennvergaser Typ M6 – VEB Berliner Vergaser undFilterwerke 1979 10
Prospekte

Der BVF Rennvergaser Typ M6 – VEB Berliner Vergaser undFilterwerke 1979 10

  • Seiten3
  • SpracheDeutsch
Beschreibung

Der BVF-Rennvergaser Typ M 6

Dieser technische Fachartikel aus der Zeitschrift „Kraftfahrzeugtechnik“ (Ausgabe 10/1979) beschreibt den Rennvergaser Typ M 6 des VEB Berliner Vergaser- und Filterwerke, ein Betrieb des IFA-Kombinats für Zweiradfahrzeuge. Der Vergaser wurde speziell für den Einsatz in Fahrzeugen für motorsportliche Wettbewerbe entwickelt und zeichnet sich durch einen völlig abweichenden konstruktiven Aufbau gegenüber den Serienversionen der „N-Baureihe“ aus.

Konstruktiver Aufbau

Die Konstruktion ermöglicht den Anschluss verschiedener Zusatzsysteme, die nach Verwendungszweck zugeschaltet werden können:

  • Luftkorrektor in normaler oder gekapselter Ausführung
  • Startvergaser
  • Nadeldüsenvergaser mit Zentralschwimmergehäuse

Das Zentralschwimmergehäuse gewährleistet auch bei extremen Querbeschleunigungen (Kurvenfahrt) eine sichere Kraftstoffversorgung. Als Material kommen Aluminiumguss und in Sonderfertigungen Magnesiumguss für Vergaser- und Schwimmergehäuse zum Einsatz.

Funktionssysteme

Schwimmersystem (1.1): Der Kraftstoff wird über einen Schlauchnippel zum Schwimmernadelventil geleitet. Eine gefederte Schwimmernadel verhindert Vibrationen des Schwimmers, die das Öffnen des Ventils bewirken könnten.

Hauptvergasersystem (1.2): Bei voll geöffnetem Drosselschieber arbeitet überwiegend das Hauptvergasersystem. Die Teillastnadel ist so weit wie aus der Nadeldüse herausgezogen, dass im Ringspalt zwischen beiden Bauteilen keine Drosselwirkung mehr vorhanden ist.

Teillaststeuerung (1.3): Zur Drosselung der Motordrehzahl bei geschlossenem Drosselschieber verhindert die Teillastnadel eine Überfettung des Kraftstoff-Luft-Gemisches.

Einstellung und Abstimmung

Im Gegensatz zu Serienvergasern erfordert der Rennvergaser M 6 eine individuelle Einstellung entsprechend der Motorkonzeption. Die exakte Vergasereinstellung muss durch Messungen am Motorenprüfstand erfolgen – subjektive Beurteilungen durch Fahrversuche können nur eine Notlösung darstellen.

Technische Kennwerte

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Medien-Merkmale
Hauptdüsengrößen: HD 165 bis HD 175
Optimales Verbrennungsluftverhältnis λ: 0,9 (fette Abstimmung für maximale Leistung)
Stöchiometrisches Verhältnis: 14,3 kg Luft pro 1 kg Benzin (λ = 1)
Referenzmotor: 250-cm³-Einzylinder-Zweitaktmotor
Testdrehzahl:
Papierart normal
Format Prospekt
Fundort Bernhard Lehmann
Einzelausgaben
Keine Einzelausgaben erfasst
Bilder & Galerie