VEB Yachtwerft Berlin
Dokument vom 11.2.60 (Lt/Bo.)
Blattzahl: 1, Blatt 1
Die Ruderjolle ist aus glasfaserverstärktem Polyesterharz als Sport- bzw. Gebrauchsfahrzeug beliebig verwendbar.
| Länge über Alles | 4,45 m |
| Breite über Alles | 1,36 m |
| Seitenhöhe | 0,50 m |
| Gewicht | ca. 80 kg |
| Tragfähigkeit | 3-4 Personen |
Die Ruderjolle besteht aus zwei Schalen, welche vollkommen aus glasfaserverstärktem Polyesterharz gefertigt sind. Beide Schalen werden wasserfest miteinander verklebt. Die Stärke beträgt 2-3 mm pro Schale.
Die Innenschale umfaßt den oberen Dollbordrand, Duchten und Fußboden und ist aus einem Stück gefertigt. Die beim Zusammenbau entstehenden Hohlräume dienen als Lufttanks und geben der Jolle so viel Auftrieb, daß das Boot seine Besatzung auch in vollgeschlagenem Zustand trägt.
Die werkstoffgerechte Verarbeitung bedingt, daß die Verstärkungen für die Rudergabeln außenbords angebracht sind. Ein Augbolzen im Vordeck sowie eine im Spiegel eingelassene Buchse dienen zum Festmachen des Bootes. Das Boot erhält innen und außen eine farbige Gel-coat-Schicht.
Diese Baubeschreibung dokumentiert eine frühe GFK-Konstruktion (glasfaserverstärkter Kunststoff) aus der DDR-Produktion. Die Zweischalenbauweise mit integrierten Lufttanks war für die damalige Zeit eine moderne und sichere Konstruktionsmethode, die das Boot auch bei Wassereinbruch schwimmfähig hielt. Die Ruderjolle Typ 633 war als vielseitiges Freizeitboot für 3-4 Personen konzipiert und vereinte sportliche Nutzungsmöglichkeiten mit praktischem Alltagsgebrauch.
| Papierart | normal |
|---|---|
| Format | Prospekt |
| Fundort | Bernhard Lehmann |
| Keine Einzelausgaben erfasst |