Bei diesem Dokument handelt es sich um den Umschlag einer Sammelmappe für Ruderboote der VEB (K) Schiffs- und Bootswerft Bad Schandau-Postelwitz aus dem Jahr 1959. Die Mappe wurde von einem volkseigenen Betrieb (VEB) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) herausgegeben, der sich auf den Schiffs- und Bootsbau spezialisiert hatte.
Die Titelseite zeigt eine stilisierte grafische Darstellung eines modernen Motorbootes in den Farben Orange und Weiß vor einem türkisfarbenen Hintergrund mit angedeuteten Wellenlinien. Das Boot trägt auf der weißen Aufbauten ein kreisrundes Firmenlogo in Orange, das ein stilisiertes Segel oder eine Bootsflagge darstellt. Die Farbgebung in Orange, Weiß und Türkis ist typisch für das Grafikdesign der späten 1950er Jahre und vermittelt einen modernen, optimistischen Eindruck.
Am unteren Rand der Titelseite befindet sich der vollständige Firmenname:
VEB (K) SCHIFFS- UND BOOTSWERFT · BAD SCHANDAU-POSTELWITZ/ELBE
Die Bezeichnung „VEB (K)“ steht für „Volkseigener Betrieb (kommunal)“, was auf eine kommunale Trägerschaft des Unternehmens hinweist. Der Standort Bad Schandau-Postelwitz liegt an der Elbe in der Sächsischen Schweiz, einer Region mit langer Tradition im Bootsbau.
Auf der Rückseite der Mappe findet sich am unteren Rand der Druckvermerk:
DEWAG DRESDEN KNECHTEL III/9/31 Ag 70/1848/59
Dieser Vermerk gibt Aufschluss über die Herstellung:
Die Werft in Bad Schandau-Postelwitz blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Standort an der Elbe war traditionell für den Bootsbau bedeutsam. Nach der Verstaatlichung in der DDR wurde der Betrieb als VEB weitergeführt und produzierte verschiedene Bootstypen für den zivilen Bedarf, darunter Ruderboote, Paddelboote und kleinere Motorboote.
Diese Sammelmappe diente als Verkaufsunterlage und enthielt ursprünglich einzelne Prospektblätter zu den verschiedenen Ruderbootmodellen der Werft. Solche Sammelmappen waren in der DDR-Wirtschaft üblich, da sie es ermöglichten, das Sortiment flexibel zu präsentieren und bei Änderungen einzelne Blätter auszutauschen.
Das Jahr 1959 fällt in eine Phase des wirtschaftlichen Aufbaus in der DDR, in der auch der Freizeitsport und der Wassertourismus gefördert wurden. Ruderboote waren beliebte Freizeitgeräte und wurden sowohl von Privatpersonen als auch von Betrieben, Ferienheimen und Sportorganisationen nachgefragt.
| Papierart | normal |
|---|---|
| Format | Prospekt |
| Fundort | Bernhard Lehmann |
| Keine Einzelausgaben erfasst |