Straube’s Führer für Wasser-Wanderer: Hip, Hip, Hurra – 6. Auflage 1. Teil

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    Straube's Führer für Wasser-Wanderer - Hip Hip Hurra - 6. Auflage - Teil 1 - Fr. Ed. Keller - 1929
    Straube's Führer für Wasser-Wanderer - Hip Hip Hurra - 6. Auflage - Teil 1 - Fr. Ed. Keller - 1929

    Heimat braucht offene Tore, breite, freie Straßen, an
    denen keine Fangeisen liegen und an denen keine Warnungs¬
    tafeln stehen, sondern freundliche Wegweiser. Eine Festung
    ist keine Heimat! Was ist Heimat? Heimat ist nicht Raum,
    Heimat ist nicht Freundschaft, Heimat ist nicht Liebe,
    Heimat ist — Friedel
    (Aus Paul Kellers Roman: .Die Heimat“.)

    Geleitwort!

    „Hip Hip Hurra!“

    Mit diesem Rufe seid zum sechsten Male gegrüßt, Ihr lieben Wasser-Wanderer! 1897, als ich die erste Auflage zaghaft und schüchtern erstehen ließ, glaubte ich nicht, daß ich mit fast siebzig Jahren noch die sechste Auflage bearbeiten würde. Wohl hat die überreiche Berufstätigkeit und die mit vieler Sorge und Mühe verknüpfte Arbeit am Ausbau des „H i p H i p H u r r a“ mir gesundheitlich in den letzten Jahren mancherlei Fesseln auferlegt; aber doch beobachtete ich das wassersportliche Leben und Treiben sehr genau. Namentlich auf dem Gebiete des Wasser-Wanderns beachte ich alles und tue manchen Schritt, um uns die Gewässer frei von Vorschriften zu halten. So ist auch die neue sechste Auflage mit allen Änderungen versehen. Bei meiner Lebensarbeit setzte ich den Stolz ein, etwas Gründliches und Sorgfältiges zu leisten, und nach vielen Zuschriften scheint mir dieses gelungen zu sein.

    Die Faltbootgewässer erscheinen wieder im Text an geeigneter Stelle. Einer unserer bedeutendsten Faltbootfahrer schreibt mir:

    „Durch die Herausgabe eines Führers wird die immer größer werdende Masse der Faltbootfahrer auf jene Gewässer aufmerksam, so daß sich auf den stillen, bisher abseits von jedem Verkehr gelegenen Wasserläufen an den Sonntagen ein reges Leben und Treiben entwickelt. Folge; Verbote von Privaten und den Behörden.“

    Die vielen Verbote der kleinen Fließe führe ich nur auf die Massenfahrten der Verbände zurück. Dem einzelnen Wasserwanderer wird man kaum einen Wasserweg verbieten. Vereinsfahrten gehören — wie die Erfahrung lehrt — aufs große Wasser, wenn man sie überhaupt für erforderlich hält.

    Um die Handhabung des „Hip Hip Hurra“ nicht noch mehr zu beschweren, so habe ich mich zu einer Teilung entschlossen, und es enthält:

    Teil I Brandenburg und die Oder bis zur Mündung, ebenso
    den Elbe-Trave-Kanal bis zur Ostsee;

    Teil II Mecklenburg.

    Durch diese Teilung wird die Stärke des „Hip Hip Hurra“ auf zwei Bände verteilt und eine leichtere Handhabung erzielt. Auch andere wesentliche Änderungen dienen der besseren Orientierung.

    Berlin – Wendenschloß, 10. April 1929.

    <center<Mit kräftigem: "Hip Hip Hurra!"

    Friedrich Eduard Keller,
    Ehrenmitglied von sechs Wassersport-Verbänden und -Vereinen.
    Altmeister des Berliner Ruder- und Paddel-Sportes.

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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.