Die Geschichte des Panthers

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Die Geschichte des Panthers

Die Geburtsstunde des Sportboots „Panther

Die Geschichte des Panthers beginnt im Jahr 1953, als der begeisterte Wasserskifahrer Günther Maier ein schnelles und sportliches Motorboot für sein Hobby entwerfen wollte. Sein Entwurf für ein speziell auf den Wasserskisport ausgelegtes Schleppboot sollte die Geburtsstunde des „Panther“ markieren.

Der Ursprung des Namens

Der Name „Panther“ wurde von einem Rennboot abgeleitet, das Lutz Hellwig fuhr. Hellwig baute auf Basis seiner Erfahrungen ein Rennboot nach einem Riss von Hellmuth Fugmann. Als Antrieb kam ein 4-Liter-Flugzeugmotor von Hirth zum Einsatz. Das Boot trug ein Logo mit dem Schriftzug „Panther“, das als Markenzeichen für die Entwicklung weiterer Modell- und Sportboote diente.

Die Anfänge des Sportboots „Panther“

Der Bau der ersten Panther-Sportboote begann 1958/59, als Günter Maier, seine Frau und Ralf Hellwig eigene Boote für den Wasserskisport entwarfen. Die alten Schleppboote entsprachen nicht den Anforderungen. Günter Maier, der das Handwerkszeug in einer Jugendwerft erlernt hatte, fertigte den ersten Entwurf. Günter und Ralf bauten jeweils nach diesem Riss ihre individuellen Boote, die am Vorabend des 1. Mai 1959 bzw. am 1. Mai 1959 zu Wasser gelassen wurden. Die Panther waren bewusst leicht im Nahtlistenbau gebaut, um als Wasserskizugboote geeignet zu sein.

Weiterentwicklung und Serienproduktion

Die ersten Panther hatten noch einen mittig eingebauten Motor und waren als Zweisitzer konzipiert. Als Antrieb dienten Wartburg-Motoren unter 900 ccm, damit die Boote für Rennen in der Gruppe E01 zugelassen waren. Fritz (Funker) Hellwig, begeistert von den Booten der jungen Wassersportler, beschloss sich schließlich, die Panther in Serie zu bauen.

Vielseitige Varianten und Ausstattung

Im Laufe der Zeit wurden die Panther weiterentwickelt. Aus den Zweisitzern wurden Viersitzer, es gab Boote mit einem oder zwei Wartburg-Motoren, mit Wartburg-Außenbordmotoren oder sogar mit Volvo-Motoren. Einige Panther wurden von der Armee mit Wartburg-Außenbordmotoren eingesetzt. Die Boote erwiesen sich als hervorragende Schleppboote, mit denen locker 4-6 Skiläufer gleichzeitig gezogen werden konnten.

Großer Erfolg und Nachfrage

Die enorme Nachfrage nach den Panther-Booten führte dazu, dass Fritz (Funker) Hellwig komplette Spantensätze herstellte und an Selbstbauer verkaufte. So finden sich heute viele Panther, die nicht in der Werft der Hellwigs entstanden sind. Andere Werften erkannten das Potenzial und bauten ebenfalls Boote mit den charakteristischen Flaps am Heck. Sogar der Typ „Odin“ wurde zeitweise mit ähnlichen Merkmalen gebaut, unterscheidet sich aber in Details vom Panther.

Restauration und Beliebtheit

2008 entwarf und baute Günther Maiers einen Panther aus GFK, es blieb ein Einzelstück. Bis heute erfreuen sich die Panther großer Beliebtheit, vor allem bei jungen Wassersportlern, und sind noch häufig auf Berliner und Brandenburger Seen, aber auch in ganz Deutschland zu sehen. Die Tradition und Geschichte des Panthers lebt weiter und wird von vielen Enthusiasten hochgeschätzt. Mit ihrer charakteristischen Optik und ihrer einzigartigen Leistungsfähigkeit sind die Panther-Sportboote zu einer Legende in der Welt des Wassersports geworden. Die Panthers haben eine große Fangemeinde um sich versammelt, die die Faszination für diese legendären Boote immer weiterträgt und pflegt.


Dieser Blog-Beitrag ist eine Zusammenfassung des Artikels „Motorboot Typ Panther

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Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Einen Teil meiner Jugend verbrachte ich im Schwarzwald und schloss dort meine Lehre als Zimmermann mit einer Gesellenprüfung ab. Nach meiner Rückkehr nach Berlin begann ich in der IT-Branche zu arbeiten; damals gab es in Deutschland noch keine PCs. Mein erster Job war am Großkauf am Saatwinkler Damm; dahinter befand sich König-Motorenbau. In meiner Freizeit beobachtete ich Dieter König und seine Mitarbeiter bei ihren Testfahrten. Das Geschehen faszinierte mich sehr. Nach einem Umzug in den südöstlichen Teil Berlins absolvierte ich 2002 den Bootsführerschein und mein erstes Boot war eine Plaue. Mich interessierte schon immer, wer diese wunderbaren Fahrzeuge konstruiert und gebaut hat, wodurch meine Recherchetätigkeit begann, die mich bis heute nicht losgelassen hat. Hunderte von Interviews mit alten Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern sowie Recherchen in Bibliotheken, Büchern und Magazinen haben ein umfangreiches Wissen angesammelt. Nach einer Pause von etwa zehn Jahren wird nun sukzessive viel dieses Wissens auf dieser Plattform veröffentlicht. Keine Geschichte ist abgeschlossen, da täglich neue Informationen hinzukommen. Ich habe weder Germanistik noch Journalismus studiert; ich schreibe einfach so, wie mir meine Gedanken kommen. Wer sich daran stört, findet sicherlich andere Seiten, auf denen er sich wohler fühlt.