Hersteller: Fichtel & Sachs AG · Bauzeit ab 1932
Alias: Sachs_120ccm_Aussenborder
| Hubraum | 120 ccm |
|---|---|
| Zylinder | 1 |
| Anordnung | liegend |
| Arbeitsweise | Zweitakt-Otto-Motor |
| Takt | 2 |
| Leistung | 2.5 PS |
| Umdrehungen | 3200 U/min |
| Untersetzung | 5,5 : 1 |
| Bohrung | 54 mm |
| Hub | 54 mm |
| Geschwindigkeit | 12-18 km/h |
| Verbrauch | 1.3 l |
| Kühlung | Pumpenlose Wasserkühlung |
|---|---|
| Starter | Automatischer Handstarter mit Anwurfband aus gummierten Hanf-Cord, automatische Aufwickelung (DRP a) |
| Lichtanlage | 8V; 5W |
| Gewicht | 18 kg |
|---|---|
| Tankinhalt | 3.5 l |
Der Sachs-Außenborder ist aus dem Sachs-Fahrrad-Motor entwickelt, der infolge seiner außerordentlichen Leistung und Zuverlässigkeit bekanntlich größte Beliebtheit und Verbreitung gefunden hat. Wie der Fahrrad-Motor, so ist auch der Sachs-Außenborder eine Verbrennungsmaschine von kleinsten praktisch möglichen Ausmaßen und trotz vollständiger Ausstattung von leichtestem Gewicht. In mehr als zweijährigen Versuchen auf den starken Strömungen des Mains wurden alle bisher beim Bootmotor gemachten Erfahrungen - auch hinsichtlich wasserfester Leichtmetalle - sorgfältig ausgewertet, so daß der Sachs-Außenborder als neueste und vollkommenste Schöpfung auf diesem Gebiete gelten darf. Der Sachs-Außenborder besteht aus Motor und Unterwasserkörper, die zu einem einheitlich geschlossenen Bau aus Leichtmetall zusammengefügt sind. Er kann als Heck-, Seiten- und Schachtmotor verwandt werden: für Boote aller Art, auf Flüssen, Seen und Küstengewässern. Er wird in Sekunden angebracht und abgenommen und ist immer betriebfertig.
Motor
Der Motor ist ein wassergekühlter Zweitakter von 120 ccm Zylinder-Inhalt, der bei einer Verdichtung von nur 5,5 : 1 besonders weich arbeitet und 2 1/2 PS Leistung ergibt. Der Zylinder aus Grauguß ist liegend angeordnet und gegen Rost geschützt. Die Kurbelwelle, aus best geeignetem Sonderstahl geschmiedet und im Salzbad gehärtet, steht senkrecht. Sie ist in zwei Schrägkugellagern gelagert und so ausgewogen, daß ihr Lauf ohne Erschütterung ist. Der Kolben ist aus Leichtmetall, der Pleuelfuß läuft in Rollen. Uber dem Kurbelgehäuse, wasserdicht und gegen Verletzungen sicher eingekapselt, liegen Schwungrad, Umlaufmagnet und Starter. Sie werden im Halbkreis von dem verchromten Brennstofftank gerahmt, der 3,5 ltr. faßt. Der Magnet in Ubergröße sorgt für leichtes Starten und kräftige Zündung und erzeugt für etwa vorhandene Bootlampen einen Strom bis 8 Volt und 5 Watt. Der Vergaser ist eine Spezialkonstruktion mit einem sinnreichen Düsensystem, das feinste Zerstäubung und wirtschaftlichste Ausnützung des Brennstoffes erzielt.
Unterwasserkörper
An den Motor schließt sich senkrecht der stromlinienförmige Unterwasserkörper. Er enthält Antriebwelle, Untersetzungsgetriebe, Propellerwelle und Propeller, sowie Ein- und Auslauf des Kühlwassers und den Auspuff. Die Antriebwelle ist dreimal, die Propellerwelle zweimal teils in Kugellagern, teils gleitend gelagert. Die AntriebweIle ist mit der Kurbelwelle durch Stahllamellen elastisch gekuppelt und so gegen Verwindungen geschützt. Das Untersetzungsgetriebe besteht aus einem Kegelzahnräderpaar, das die normale Umdrehungzahl der Kurbelwelle von 3.200 auf 1.200 Propellerdrehungen in der Minute herabmindert, wodurch außerordentlich günstige Wirkungsgrade innerhalb weiter Geschwindigkeitbereiche erzielt sind. Der dreiflügelige Propeller ist so konstruiert, daß der Außenborder ohne weiteres für leichte und schwere Boote Anwendung finden kann. Er hat den weiteren Vorteil, schlingpflanzensicher zu sein. Gegen Beschädigungen ist er durch einen Sporn geschützt, sowie durch einen Scherstift aus weichem Metall, der im Falle eines Anstoßes sofort abschert und die Verbindung zwischen Motor und Propeller unterbricht. Die Auspuffgase werden auf ihrem ganzen Wege durch das abfließende Kühlwasser aus dem Zylinder gekühlt. Dadurch, daß die verbrannten Gase unter Wasser im Zuge des Kielwassers weggesaugt und völlig entspannt werden, ist das Höchstmaß an Motorleistung und Geräuschdämpfung erreicht.
Verblüffend einfacher Betrieb
Die Befestigung der Maschine am Bootkörper geschieht lediglich durch zwei Flügelschraubenbolzen, die in zwei Bügeln geführt sind. In der Haltevorrichtung ist der Motor nach allen Seiten zu drehen, nach oben kippbar und zu verschieben, so daß er auch in flachen Gewässern verwandt werden kann. Die Startvorrichtung besteht aus einem Anwurfband aus gummiertem Hanf-Cord, das automatische Aufwickelung (DRPa) besitzt. Der Motor ist daher stets startbereit. Der Lauf des Motors wird lediglich durch einen Gashebel reguliert. Die Lenkung des Bootes geschieht durch das Motoraggregat selbst, die entweder durch Pinne oder mittelbar durch Radsteuerung betätigt wird.
Geschwindigkeit: 12 bis 18 Km/h je nach Bootsform u. Belastung
Brennstoff-Verbrauch: 1,3 I die Stunde