Ein Zweitakt-Einzylindermotor vollführt seinen kompletten Arbeitszyklus (Ansaugen, Verdichten, Zünden, Ausstoßen) in nur zwei Kolbenhüben beziehungsweise einer Kurbelwellenumdrehung, während Viertaktmotoren dafür vier Hübe benötigen. Diese kompakte Bauweise war besonders in der frühen Motorbootentwicklung zwischen 1890 und 1930 weit verbreitet, da sie bei geringem Gewicht und einfacher Konstruktion eine hohe Leistungsdichte bot. Der Motor besitzt nur einen Zylinder und arbeitet mit Schlitzsteuerung statt Ventilen, wodurch Gas- und Kraftstoffgemisch durch Öffnungen in der Zylinderwand ein- und ausströmt.



