Franz Ludwig war Bootsbauer, Kaufmann.
Der Speditionskaufmann Franz Ludwig gründete 1920 die „Nixe“ Bootswerft aus einem glücklichen Zufall heraus. Im Frühjahr 1919 wollte er bei einem Bootsbaumeister ein Ruderboot kaufen. Der Bootbaumeister musste aber passen, die Nachfrage war zu dieser Zeit bereits wieder stark angestiegen. Wenn er jetzt ein Boot bestelle, könne er es im Herbst bekommen, meinte der Bootsbaumeister. Dies brachte Franz Ludwig auf die Idee, selbst Boote zu bauen und zwar in Serie und auf Vorrat. Er gründete 1920 auf der Freundschaftsinsel in Potsdam seinen Betrieb „Nixe Bootswerft [&] Handlung“. In den folgenden Jahren entstanden in seiner Werft Paddelboote, Kanadier, Angelboote und Sportboote. Später auch Kajütboote und Autoboote. Als Werkstoff wurde überwiegend Holz, bei den Kajütbooten später auch Stahl verwendet.
Im Frühjahr 1927 stellte die Nixe Werft erstmals auf der „Allgemeinen Wassersport-Ausstellung“ (AWA) im Luftschiffhafen in Potsdam Ihre Exponate aus. Auf dem Außengelände präsentierte er dem Publikum ein 6,60 m x 1,40 m Autoboot mit einem eingebauten Ford-Motor, einige Paddelboote und einen geklinkerten Kanadier mit 1 1/2 PS Einbaumotor, sowie einen 1 PS König-Außenbordmotor.
In dieser Zeit war die Nachfrage so groß, dass die Nixe-Werft einen großen Teil ihrer Produktion aus dem Ostteil der Stadt bezogen hatte und die Boote im Westen verkaufte. Der Handel florierte. Einige der Boote wurden von Theodor und Manfred Ernst konstruiert. Unter anderem hatte auch die Werft von Willy Lehmann Kanadier und geklinkerte Angelkähne für die Nixe-Werft gebaut.
Ende der 50-ziger übernahm die Nixe-Werft den Vertrieb für die West Bend [&] Shark – Outbord-Motoren aus Amerika. Um den Verkauf anzustoßen, suchte Franz Ludwig ein geeignetes Boot. Da die Nixe-Werft mit den bisherigen Booten aus der DDR sehr zufrieden war, erhielt Theodor Ernst den Auftrag, ein modernes, jedoch preiswertes Boot für diese Motoren zu konstruieren. In dieser Zeit erlebten die Achterkajütboote eine große Aufmerksamkeit und es lag nahe, dass das abgebildete „Wochenendboot“ von Theodor Ernst konstruiert und von der VEB Yachtwerft gebaut wurde. Von diesen Booten sind einige im „Westen“ verkauft worden.
1967 übergab Franz Ludwig die Geschäftsführung an seinen Sohn Wolfgang Ludwig ab und setzte sich zur Ruhe.
Typenverzeichnis
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Typ / Kategorie: Anzahl: |
Vorderkajütboot n.A. 1956 – 20.000,- DM (1956 mit Ford M12) 22.500,- DM (1956 mit Ford M15) n.A. n.A. n.A. Stahlkörper mit Mahagoni-Ausbau 8,30 m x 2.45m n.A. 1,75 m n.A. n.A. Ford M12 oder M15 mit Nixe-Wendegetriebe Benzin |
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Typ / Kategorie: |
Vorderkajütboot n.A. 1956 – 14.000,- DM (1956 mit Ford M12) n.A. n.A. n.A. Stahlkörper mit Mahagoni-Ausbau 7,50 m x 2.25m n.A. 1,50 m n.A. n.A. Ford M12 mit Nixe-Wendegetriebe Benzin |
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Klassik-Boote dankt Jens Görrissen, Manfred Ernst und Markus Fröhlich für die Unterstützung und die Überlassung der Informationen.
Der Artikel wird zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.
Berlin – July 2008 (dp)





