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    Historische Buchformate – Bedeutung und DIN‑Näherung

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    Historische Buchformate wie 2°, 4° oder 8° stammen aus der Zeit des handwerklichen Buchdrucks und bezeichnen, wie oft ein großer Druckbogen gefalzt wurde. Aus der Anzahl der Falzungen ergab sich die spätere Buchgröße: Wenige Falzungen führten zu sehr großen Formaten wie Folio (2°), mehrere Falzungen zu kleineren Formaten wie Oktav (8°). Diese Angaben beschreiben also nicht das Papiermaß selbst, sondern die traditionelle Herstellungsweise. Obwohl moderne Druckverfahren anders arbeiten, werden die historischen Formate bis heute in Bibliografien und Antiquariatskatalogen verwendet, weil sie eine präzise, international verständliche Klassifikation der Buchgrößen bieten.

    Falzprinzip (kompakt)
    Ausgangsbogen (ungefalzt): [1 großer Druckbogen] 1 Falzung → 2° (Folio): [Bogen halbiert → sehr großes Format] 2 Falzungen → 4° (Quart): [Bogen geviertelt → großes Format] 3 Falzungen → 8° (Oktav): [acht Seiten → klassisches Buchformat] 4 Falzungen → 16° (Sedez): [kleineres Taschenformat] 5 Falzungen → 32°: [Miniaturbuchbereich] 6 Falzungen → 64°: [sehr kleine Miniaturformate]

     

    Historisches Format Traditioneller Name Typische Größe (H×B) DIN‑Näherung Beschreibung
    Folio 40–50 × 25–35 cm nahe A3 Sehr großes repräsentatives Format, Atlanten, Folianten
    Quart 30–35 × 20–25 cm zwischen A4 und A3 Großformat, Bildbände, wissenschaftliche Werke
    Oktav 20–23 × 12–15 cm nahe A5 Klassisches handliches Buchformat, Romane, Standardwerke
    12° Duodez 17–20 × 10–12 cm zwischen A5 und A6 Frühe Taschenbuchgrößen
    16° Sedez 15–17 × 9–11 cm nahe A6 Kompakte Taschenformate
    24° Vigintiquarto 12–14 × 7–9 cm unter A6 Sehr kleine Bücher
    32° Trigesimo‑secundo 10–12 × 6–8 cm nahe A7 Miniaturbuchbereich
    48° Quadragesimo‑octavo 8–10 × 5–7 cm A7–A8 Sehr kleine Gebets‑ und Miniaturbücher
    64° Sexagesimo‑quarto 6–8 × 4–6 cm A8 Winzige Miniaturbücher
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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.