Rennruderboote – VEB Yachtwerft Berlin 1968

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    VEB Yachtwerft Berlin – Rennruderboote

    Dieser Prospekt aus dem Jahr 1968 präsentiert das Rennruderboot-Programm der VEB Yachtwerft Berlin aus der Deutschen Demokratischen Republik. Unter dem Motto „Für Leistung entwickelt – durch Leistung bewährt“ werden die hochwertigen Rennboote der Werft vorgestellt.

    Erfolge und Referenzen

    Die Rennruderboote der Werft werden dank ihrer guten Konstruktion und erstklassigen Verarbeitung bei allen internationalen Regatten erfolgreich gefahren:

    • Europameisterschaften der Frauen:
      • 1962 in Berlin-Grünau
      • 1964 in Amsterdam
      • 1966 in Amsterdam
    • Olympische Spiele in Tokio 1964: Silbermedaille im Einer
    • Weltmeisterschaften der Herren in Bled 1966: Goldmedaillen der DDR in:
      • R 2o
      • D 2
      • R 4o
      • R 4m
      • R 8

    Außerdem viele siegreiche Kämpfe in Henley, Luzern, Berlin-Grünau sowie auf anderen Rennplätzen.

    Bauarten und Typenreihen

    Bauart der Typenreihe 1101–1113:
    Zederholz massiv mit GFP-Laminat. Stahlrohrausleger und Flossensteuer.

    Bauart der Typenreihe 1201–1211:
    Furnierverleimte Außenhaut mit Stahlrohrausleger und Flossensteuer.

    Modellübersicht mit technischen Daten

    Skiff

    Typ 1101 / 1201
    Bezeichnung Renneiner D 1
    Spurweite der Rollbahn 180 mm
    Rollbahnlänge 700 mm
    Rollbahn ansteigend 15 mm

    Ausstattung: Verstellbare Stemmbrettanlage

    Rennzweier

    1102 Rennzweier m. St. (fliegender St.) R 2m
    1103 / 1203 Rennzweier o. St. R 2o
    1104 / 1204 Renndoppelzweier D 2
    1106 / 1206 Rennzweier kombiniert R 2 komb. (als D 2)
    Spurweite der Rollbahn 230 mm
    Rollbahnlänge 700 mm
    Rollbahn ansteigend 15 mm

    Ausstattung: Moderne Steueranlage

    Rennvierer

    1107 / 1207 Rennvierer m. St. R 4m
    1108 / 1208 Rennvierer o. St. R 4o
    1110 / 1210 Renndoppelvierer D 4
    1111 / 1211 Rennvierer kombiniert R 4 komb. (als D 4)
    Spurweite der Rollbahn 230 mm
    Rollbahnlänge 700 mm
    Rollbahn ansteigend 15 mm

    Ausstattung: Cockpit des liegenden Steuermanns

    Rennachter

    1113 Rennachter R 8
    Spurweite der Rollbahn 230 mm
    Rollbahnlänge 700 mm
    Rollbahn ansteigend 15 mm

    Ausstattung: Verstellbarer Stahlausleger

    Materialien und Konstruktion

    Die Boote werden ständig nach den neuesten Erkenntnissen und Erfahrungen gebaut. Zur Verarbeitung kommen nur die besten Hölzer wie Zeder, Fichte und wasserfestes getestetes (GL) Sperrholz.

    Alle Boote haben eine Stabilisierungsflosse und Flossensteuer aus GFK. Alle Boote werden ohne Skull bzw. Riemen geliefert.

    Individuelle Anpassungen

    Die Werft ist bereit, folgende Extrawünsche zu berücksichtigen:

    • Dollenabstand
    • verlängerte Rollbahn usw.
    • Bootskörper nach dem Gewicht der Mannschaft

    Extraausrüstung

    Als Extraausrüstung werden geliefert:

    • verstellbare Stahlrohr-Ausleger
    • Leichtmetallausleger (Starr)
    • Italienisches Rigg
    • Vierer und Achter zerlegbar

    Änderungen im Interesse der Technischen Weiterentwicklung vorbehalten.

    Hersteller und Exporteur

    Hersteller:
    VEB Yachtwerft Berlin
    117 Berlin, Wendenschloßstraße 366
    Telefon: 67 40 51
    Telex: 112 709

    Exporteur:
    AHG UNION Außenhandelsgesellschaft mbH für Metallwaren und Sportartikel
    108 Berlin, Postfach 1203
    Telefon: 42 53 56
    Telex: 112 538

    DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK

    Ag 02 20 68 – V 19 13 268 – Druck: Reineck & Klein, Weimar – Gestaltung: Schülke, Berlin

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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.