Motorenbau Condor Seitenbordmotor Condor

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    Motorenbau Condor Seitenbordmotor Condor, Bauzeit ab 1950.

    Hersteller: Motorenbau Condor. Modell: Condor. Bauzeit: 1950. Hubraum (ccm): 90. Leistung (PS): 1.5. Umdrehungen: 2000. Zylinder: 1. Bohrung (mm): 50. Hub (mm): 46.

    Die Fertigung und Ausstattung des Motors basiert auf jahrelanger Erfahrung. Ziel ist es, Segler, Kanus, Punts, Kayaks, Kanadier und Faltboote zu zuverlässigen Begleitern zu machen — mit dem „Condor“-Motor als treuem Partner auf all deinen Fahrten.

    Damit das funktioniert, ist es wichtig, den Motor gut kennenzulernen und die technischen Hinweise zu beachten.

    Geeignet für verschiedene Bootstypen:
    Seitenborder-Motoren eignen sich für Ruderboote, Kanus, Segeljollen etc.

    Die Motorleistung ist mehr als ausreichend: Bei Testfahrten mit einem schweren Ruderboot (Eiche, Klinkerbau) wurde eine Geschwindigkeit von ca. 10–11 km/h erreicht.

    Die 4 wichtigsten Merkmale:

    • Äußerst zuverlässig
    • Fast geräuschloser Lauf
    • Vierfach gelagert
    • Konkurrenzlos im Preis

    Die Leistung des Motors beträgt l ½ Ps bei zirka 2000 Umdrehungen pro Minute.
    Der Brennstoffverbrauch liegt sehr günstig durch die Verwendung eines Sum- oder Bing – Einhebel -Vergasers mit stehendem Schieber bei 3/4 l/Std.

    Der Benzintank ist formschön dem Ganzen angepasst, Hochglanz verchromt und kann einen Inhalt von 2 ½ l Brennstoff fassen. Die zweiteilige Kurbelwelle unseres Motors ist erfahrungsgemäß vierfach auf Kugellager gelagert, wodurch ein Verschleiß fast aller rotierenden Teile vermieden bleibt. Die Zündung erfolgt durch einen Schwungmagnetzünder und zugleich einer Lichtentnahme von 6 Volt 5 Watt sowie einen Kurzschlussknopf zum schnellen Abschalten des Motors.

    Erfahrungsgemäß haben wir bei unserer Fabrikation die kleine Bosch W 95 Tl zur Anwendung gebracht. Das zweiteilige Kurbelgehäuse besteht aus Leichtmetall. Am hinteren Gehäuse ist über eine Exzenterwelle seitlich eine Membram-Pumpe angebracht, die durch einen Stößel auf den Exzenter gesteuert wird.

    Die Befestigung der Welle ist sehr einfach ausgeführt. Am Wellenkopf befindet sich eine Führungsbuchse mit einem Vierkant-Durchbruch, welche auf den Vierkant der hinteren Kurbelwelle aufgesteckt wird und sodann mit einer handlichen Oberwurfmutter auf das untere Gehäuse aufgeschraubt wird, so dass ein Verlust der Welle ausgeschlossen ist. Der Motor ist weiterhin mit einer Abhebe- und Kippvorrichtung ausgerüstet, so dass man mit dem Motor bei geringen Wassertiefen die Welle nicht demontieren braucht.

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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.