Delphin Pirat 1963

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    »Delphin-Pirat« – Mehrzweckfaltboot der VEB Mathias-Thesen-Werft Wismar

    Das neue Mehrzweckfaltboot »Delphin-Pirat« des VEB Mathias-Thesen-Werft, Wismar, ist der verwirklichte Traum vieler Wassersportler. Ganz gleich, ob die Neigung dem Ruder-, Motor- oder Segelboot zugewandt ist. Das nach dem Baukastenprinzip ergänzungsfähige, geräumige Großfaltboot bietet in allen Varianten den Insassen ein Maximum an Sicherheit und Bequemlichkeit auf dem Wasser.

    Sicherheit

    Durch eingebaute Luftschläuche, großen Freibord, gute Querstabilität, solide Ausführung aller Bauteile und klappbares Senkschwert für die Segeleinrichtung.

    Bequemlichkeit und Komfort

    Durch die geräumige Plicht, einen durchgehenden Trittboden, Anordnung verstellbarer Sitze und Rückenlehnen. Windschutzscheibe und Wetterschutzverdeck bieten ausreichenden Schutz gegen Regen oder bei einer Übernachtung im Boot.

    Leichter und schneller Aufbau

    Des Bootes durch einfache Verschlüsse, an der Bootshaut befestigte Luftschläuche, eine Art Reißverschluß im Oberdeck und eine Steckverbindung des dreiteiligen Mastes.

    Gute Transportmöglichkeit

    Durch kleine Packmaße und geringes Gewicht. Das Boot in Grundausrüstung wiegt 63 kg und ist in zwei Packtaschen verpackt. Die größte Packtasche hat die Abmessung 1300×500×250 mm.

    Technische Daten

    Länge 3,90 m
    Breite 1,30 m
    Tiefgang ohne Schwert 0,15 m
    Gewicht des Bootskörpers 63 kg
    Segelfläche 8,5 m²
    Vorsegel 3,15 m²
    Großsegel 5,35 m²
    Mast dreiteilig – Gesamtlänge 5,90 m
    Gesamtgewicht des segelfertigen Bootes 94,5 kg

    Technische Beschreibung

    Alle Holzteile des Bootsgerüstes sind aus wasserfestverleimtem Sperrholz gefertigt, naturfarben lackiert und durch seewasserbeständige Leichtmetallbeschläge miteinander verbunden.

    Die Bootshaut aus gummiertem Gewebe ist mit dem Oberdeck durch zwei Nähte fest verbunden. Mit der neuen Befestigung des Seitendecks an der Bootshaut ist garantiert, daß kein Wasser ins Boot eindringen kann.

    In den Kiel wurde ein Schwertkasten eingearbeitet, zur Aufnahme eines Senkschwertes. Dadurch entfallen die bisher üblichen Seitenschwerter bei segelfähigen Faltbooten.

    Bei der Verwendung als Ruder- oder Motorboot stört der mittschiffs angeordnete Schwertkasten nicht, da er sich unter der vorderen Sitzbank befindet. Ein Teil des durchgehenden, geraden Trittbodens läßt sich mit wenigen Handgriffen in zwei Sitzbänke (108 cm und 88 cm breit) verwandeln. Die beiden Rückenlehnen werden im Seitendeck eingehängt. Die Hochtakelung ausgeführte Segeleinrichtung für den »Delphin Pirat« hat eine Gesamt-Segelfläche von 8,5 m² am Wind. Das spezifische Gewicht des Segeltuches aus Baumwolle beträgt etwa 120 g pro m².

    Der Mast wurde zum besseren Transport aus drei Teilen von etwa 2,10 m Länge hergestellt. Als Verbindungselemente dienen Leichtmetallrohrmuffen. Das Vorliek des Großsegels wird in einem Leichtmetallprofil am Mast gefahren.

    Der Großbaum ist durch einen Patentreffer mit dem Mast verbunden. Das Gesamtgewicht der Segeleinrichtung einschließlich Senkschwert und Ruder beträgt 31,5 kg.

    Die Mastteile sind verpackt in einer Packtasche mit den Abmessungen 2,15×0,16×0,16 m. Das Segeltuch sowie stehendes und laufendes Gut sind im Segelbeutel verpackt.

    Standardausführung des »Delphin-Pirat«

    Bootskörper, verpackt in zwei Packtaschen aus imprägniertem Baumwollgewebe.

    Komplettierungsteile

    • Segeleinrichtung 8,5 m²
    • Wetterschutzverdeck
    • Windschutzscheibe
    • Autosteuerung
    • Packtasche für Windschutzscheibe und Wetterschutzverdeck
    • Schwertkastenabdichtung
    • Heckaufhängevorrichtung für Seitenbordmotor

    Druckhaus Einheit Wismar – II 20 8 Cr 1092 63

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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.