Motorboot Trainer – VEB Holzbearbeitungswerke Werk III Bootswerft Postelwitz 1969

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    Motorboot Typ „Trainer“ – VEB Holzbearbeitungswerke Werk III Bootswerft Postelwitz

    Mit dem „Trainer“ wird dem Wassersportler ein Boot zur Verfügung gestellt, das den härtesten Anforderungen gerecht wird. Es ist das geeignete Begleitboot für den Trainingsbetrieb, was speziell den rauen Bedingungen gerecht wird, ausreichend Platz für das Trainingspersonal und die Übernahme gekenterter Bootsbesatzungen bietet. Aber auch für Wochenende und Urlaub erfüllt das formschöne Boot anspruchsvolle Wünsche.

    Fahreigenschaften und Konstruktion

    Der „Trainer“ kann mit Motoren eines größeren PS-Bereiches (bis 35 PS) bestückt werden. Ein besonderer Vorzug des Bootes ist, dass es beim Fahren mit einem stärkeren Motor sehr schnell ins Gleiten kommt, wobei sich in diesem Fahrzustand das bei Gleitbooten doch allgemein übliche und weniger angenehme „Dippen“ auf den Wellen nur bei stärkerem Wellengang bemerkbar macht. Infolge des tulpenförmigen Vorstevens in Verbindung mit dem weitausladenden Vordeck wird das Übernehmen von Spritzwasser verhindert.

    Das seitliche Einsteigen aus dem Wasser in das Boot ist durchaus möglich, wobei auch von einer im Boot stehenden Person Hilfeleistung gegeben werden kann, ohne dass das Fahrzeug kentert.

    Einen weiteren Vorzug bietet die Wartungsfreiheit durch Verarbeitung von glasfaserverstärktem Polyester.

    Ausstattung und Details

    Der Fußboden besteht aus zwei 8 mm dicken Sperrholzplatten, die farblos lackiert und leicht aufnehmbar sind.

    Bequeme Sitzgelegenheit bieten zwei Sitze aus Kunststoff oder mit Schaumgummi gepolsterte Sitzbänke. Die Windschutzscheibe besteht aus Sicherheitsglas und wird von Seitenrahmen aus nichtrostendem Stahl gehalten. Ein Kfz.-Lenkrad ermöglicht die Fernbedienung des Motors und gewährleistet damit die volle Konzentration des Fahrers auf das Fahrwasser. Innen erhält das Boot einen zweifachen Anstrich.

    Der „Trainer“ ist mit allen gemäß der Sportbootsanordnung vorgeschriebenen und notwendigen Beschlägen und Anlagen versehen.

    3 Klampen auf dem Vor- und Schandeck sowie 2 Augbolzen im Spiegel garantieren ein sicheres Festmachen.

    Die vier Positionslampen (zwei Seiten-, eine Topp- und eine Hecklampe) werden von der Lichtmaschine des Motors gespeist.

    Technische Daten

    Länge über alles 440 cm
    Breite über alles 160 cm
    Tiefgang ohne Motor 10 cm
    Masse ohne Motor 145 kg
    Antrieb 6 bis 35 PS

    Geschwindigkeit bei 2 Mann Besatzung

    ca. 14 km/h bei 6 PS
    ca. 35 km/h bei 18 PS
    ca. 40 km/h bei 25 PS
    ca. 45 km/h bei 35 PS

    Materialstärken der GFK-Konstruktion

    Das Boot wird aus folgenden Materialdicken gefertigt:

    Boden 7 Lagen Glasmatte 216 S 450 g/m²
    Borden 3 bis 4 Lagen Glasmatte 216 S 450 g/m²
    Spiegel 8 Lagen Glasmatte 216 S 450 g/m²
    Bodenwrangen Deck 3 bis 4 Lagen Glasmatte 216 S 450 g/m²
    Bodenwrangen Kielschwein 3 Lagen Glasmatte 216 S 450 g/m²

    Inventar

    • 1 Stechpaddel
    • 2 Fender
    • 2 Festmacher je 4 m lang
    • 1 Feuerlöscher Typ Bromid

    Änderungen im Rahmen der technischen Weiterentwicklung sind vorbehalten

    Hersteller und Exporteur

    Hersteller:
    VEB Holzbearbeitungswerke · 832 Bad Schandau
    Werk III Bootswerft Postelwitz

    Exporteur:
    aussenhandelsgesellschaft mbh für metallwaren und sportartikel UNION
    DDR · 108 Berlin · Postfach 1203
    Deutsche Demokratische Republik

    Prospekt-Kennzeichnung: III-9-157 5.5-69 700-A AG 02-35-69

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    webmaster
    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.