Libelle 2 Bootsmotor für Faltboote – VEB Braunkohlenkombinat Geiseltal 1975

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    Libelle 2 – Der neue Bootsmotor für Faltboote

    Dieser historische Werbeprospekt aus dem Jahr 1975 präsentiert den elektrischen Bootsmotor „Libelle 2″ aus der Konsumgüterproduktion der DDR. Das Titelblatt zeigt eine charmante Illustration einer Meerjungfrau mit Dreizack inmitten stilisierter Wellen – ein maritimes Motiv, das die Verbindung zum Wasser symbolisiert.

    Erholung auf dem Wasser

    Der Prospekt bewirbt den Libelle 2 als wasserfesten, völlig geräuschlos arbeitenden Bootsmotor. Das Besondere an diesem Heckmotor ist seine Energiequelle: eine Autobatterie. Der Hersteller verspricht, dass der Libelle 2 die Fahrt mit dem Faltboot angenehm macht und dabei keine Auspuffgase und Geräusche verursacht.

    Mit dem Slogan „Weg von der Hast und dem Lärm des Alltags!“ positioniert sich der Motor als umweltfreundliche Alternative für erholsame Stunden auf dem Wasser – wichtige Anforderungen, die bereits 1975 als zeitgemäß galten.

    Vorzüge des Libelle 2

    • Umweltfreundlich, keine Luft- und Wasserverschmutzung
    • Keine störenden Motorgeräusche
    • Einfache Wartung und Pflege
    • Besserer Gewichtsausgleich durch Heckmotor
    • Niedrige Betriebskosten
    • Formschön

    Technische Daten

    Spannung: 12 Volt
    Leistung: max. 180 Watt
    Masse: 3,75 kg
    Größe: 50 cm hoch
    Schaltung: Zweistufenschaltung
    Geschwindigkeit: 3–6 km/h
    Ausführung: wasserfest, wartungsfrei, wassergekühlt

    Der Motor besteht aus einem speziellen Ruderblatt mit Motor und Antriebsschraube, das an Stelle des bootseigenen Steuerruders tritt. Die Abbildungen zeigen die elegante Konstruktion mit dem torpedo-förmigen Unterwasserteil und der Propellereinheit, montiert am Heck eines Faltbootes.

    Antrieb

    Als Energiequelle dient eine 12-V-Batterie, möglichst nicht unter 60 Ah. Diese Autobatterie ist im Fachhandel erhältlich.

    Batterieaufladung

    Mit Hilfe eines Ladegerätes 220/12 V ist die Batterie über eine Schukosteckdose an jedem beliebigen 220-V-Netz wieder aufzuladen. Ein solches Ladegerät kann im Fachhandel erworben werden.

    Zubehör

    Zusätzlich zur Standardausrüstung liefert der Hersteller eine Batteriestandplatte aus Holz mit Verschraubung.

    Vertrieb und Hersteller

    Vertragswerkstatt:
    Firma Dieter Rosenberg
    Vertragswerkstatt für Bootsmotore
    1166 Berlin-Friedrichshagen
    Müggelseedamm 148

    Der Bootsmotor „Libelle 2″ war im Spezialhandel erhältlich.

    Hersteller:
    VEB Braunkohlenkombinat Geiseltal
    DDR-4201 Großkayna/Geiseltal
    Tel.: Braunsbedra 2201 und 2261
    Telex: Braunsbedra 04/7137

    Der Prospekt enthält einen handschriftlichen Vermerk mit der Nummer „HO – 15 16 43 02 02″ sowie die Adresse „117, Wendenschloßstr. 340, Tel. 65 7 11 74″.

    Regie und Gestaltung: Dewag Halle – 2 Pl 274 75

    Bemerkenswert ist, dass dieser elektrische Bootsmotor von einem Braunkohlenkombinat als Teil der Konsumgüterproduktion hergestellt wurde – ein typisches Beispiel für die diversifizierte Produktion in DDR-Großbetrieben.

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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.