Ruderdingi Polyester Typ 122 – VEB Yachtwerft Berlin 1960

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    Ruderdingi – Polyester Typ 122

    VEB Yachtwerft Berlin
    Blattzahl: 1, Blatt 1
    Datum: 11.2.60, Lt/Bo.

    Baubeschreibung

    Verwendungszweck:

    Das Ruderdingi Typ 122 ist aus glasfaserverstärktem Polyesterharz als Sport- und Gebrauchsfahrzeug beliebig verwendbar. Seine Rundspantform sichert ihm gute Fahreigenschaften beim Rudern und Wriggen.

    Das geringe Gewicht erleichtert die Handhabung des Bootes beim Transport und beim Zuwasserbringen.

    Hauptdaten:

    Länge über Alles 3,00 m
    Breite über Alles 1,25 m
    Seitenhöhe 0,40 m
    Gewicht ca. 40 kg
    Tragfähigkeit 2-3 Personen

    Bauausführung:

    Das Ruderdingi besteht aus 2 Schalen, welche vollkommen aus glasfaserverstärktem Polyesterharz gefertigt sind. Beide Schalen werden miteinander durch Klebung verbunden. Die Stärke beträgt ca. 2 mm pro Schale. Die Innenschale besteht aus 3 Duchten und dem Fußboden und ist so konstruiert, daß sie mit der Außenschale mit abdichtendem Oberrand verklebt wird.

    Durch die beim Zusammenbau entstehenden Lufträume erhält das Dingi so viel Auftrieb, daß es unsinkbar ist und auch in vollgeschlagenem Zustand seine Mannschaft tragen kann. An jeder Bordwand befinden sich Verstärkungen zur Aufnahme der Rudergabeln.

    Im Spiegel befindet sich die ebenfalls verstärkte Wriggdolle. Ein Augbolzen im Vordeck sowie eine im Spiegel eingearbeitete Buchse dienen zum Festmachen des Bootes.

    Das Boot erhält innen und außen eine farbige Gel-coat-Schicht.

    Ausrüstung:

    • 2 Dollen (Stahl feuerverzinkt)
    • 2 Ruder (2,15 m lang)
    • 1 Anlegeleine (8 Ø Hanf)

    Herausgeber: VEB Yachtwerft Berlin
    Ag 306/68 DDR 3 V.I.N. Weimar

    Zusammenfassung:

    Dieses historische Dokument aus dem Jahr 1960 beschreibt das Ruderdingi Typ 122, ein kompaktes Beiboot aus der Produktion der VEB Yachtwerft Berlin. Es handelt sich um eines der frühen GFK-Boote (glasfaserverstärkter Kunststoff) aus DDR-Fertigung. Die innovative Zweischalenbauweise mit verklebten Innen- und Außenschalen sorgte für eingeschlossene Lufträume, die das Boot unsinkbar machten – ein wesentliches Sicherheitsmerkmal, das auch bei vollgeschlagenem Boot die Mannschaft trägt.

    Mit nur 40 kg Gewicht bei 3 Metern Länge war das Dingi besonders transportfreundlich und leicht zu Wasser zu bringen. Die Rundspantform gewährleistete gute Fahreigenschaften sowohl beim Rudern als auch beim Wriggen. Die mitgelieferte Ausrüstung umfasste das Wesentliche für den sofortigen Einsatz: feuerverzinkte Dollen, zwei Ruder mit 2,15 m Länge sowie eine Hanf-Anlegeleine.

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    Mein Name ist Detlev Pickert, geboren 1957 in Berlin-Zehlendorf. Als Gründer und Webmaster von Klassik-Boote.de widme ich mich mit großer Leidenschaft dem kulturellen Erbe des Wassersports. In den späten 1970er Jahren, während meiner Tätigkeit im Großkauf am Saatwinkler Damm, beobachtete ich fasziniert die Testfahrten von Dieter König und seinem Team. Diese Begegnungen weckten in mir eine tiefe Begeisterung für die Geschichte der Boote – ihre Herkunft, ihre Besitzer, ihre Erlebnisse. Es ist diese „Provenienz“, die einem Boot seine Seele verleiht. Seitdem habe ich hunderte Interviews mit Bootsbauern, Werftbesitzern und Motorenschlossern geführt und in Archiven, Bibliotheken und Fachmagazinen recherchiert. So entstand ein umfangreiches Wissen, das ich nun – nach einer längeren Pause – Stück für Stück auf dieser Plattform veröffentliche. Jede Geschichte bleibt offen, denn täglich kommen neue Erkenntnisse hinzu. Ich bin kein studierter Germanist oder Journalist. Ich schreibe so, wie ich denke und fühle – authentisch, direkt und mit Herzblut. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken und vielleicht sogar einen virtuellen Kaffee über den Spendenknopf auszugeben. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Interesse an der faszinierenden Welt klassischer Boote.