Vorwort
Hip Hip Hurra!
Mit diesem Rufe seid zum 5. Male gegrüßt, Ihr lieben Wasser-Wanderer!
Wieder kann ich mit dem Werk vor Euch hintreten, und ich hoffe, Euch wieder einen zuverlässigen Führer in die Hand zu geben. Mit Liebe und Sorgfalt ist wiederum alles bearbeitet worden, Verlag und Verfasser haben keine Mühe oder Kosten gescheut, das Werk zu verbessern, was auch schon an dem Aeußeren des Buches sich zeigt.
Zu meinem alten Stamm von Mitarbeitern haben sich erfreulicherweise noch einige neue gesellt, ihnen allen danke ich herzlichst für ihre Hilfe. Mein besonderer Dank gebührt Herrn Fritz Barby – Potsdam, der einen beträchtlichen Teil der mit der Neuauflage, Ergänzung und Berichtigung des Buches verbundenen Arbeit geleistet hat. Auch die Behörden haben mich wieder in entgegenkommendster Weise unterstützt, besonders alle Wasserbaubehörden im Bereiche des behandelten Gebiets. Die neuesten und noch auszuführenden Veränderungen, soweit sie vorliegen und geplant sind, wurden mir wieder bereitwilligst zur Verfügung gestellt und durch Kartenmaterial zugänglich gemacht. Auch diesen Stellen meinen ergebensten Dank!
Die Mitarbeit der Kanufahrer und des D.K.V. als des größten Wassersportverbandes ist leider noch nicht so gewesen, wie es zu wünschen wäre; zwar gelang es durch persönliche Beziehungen, einige Kameraden für die Mitarbeit zu interessieren, doch blieb der allgemeine Aufruf in der Verbandszeitung so gut wie erfolglos; denn aus dem
ganzen Reiche stellten sich nur ein Verein (Schwerin) und zwei Einzelmitglieder zur Mithilfe zur Verfügung; auch die Herren, die in der Zeitung mit Kritiken an unserm Führer hervorgetreten waren, blieben fern. — Der Liebenswürdigkeit des Herrn Regierungsbaurat Thorwest in Potsdam verdanken wir die Neubearbeitung des Auszuges aus der Wasserpolizei Verordnung im Anhang. Besonders hinweisen möchte ich auf die Erweiterung des Werkes durch die „Fahrtanweisungen für Faltbootgewässer“ im letzten Teil des Buches, von Herrn Dr. Stelzer-Bin.-Pankow (B.D.W.), dessen verdienstvollen „Entdeckungsfahrten“ mit einer kleinen Schar von Getreuen wir diese Beschreibungen verdanken und der dadurch den Traum so manchen alten Tourenfahrers auf Erforschung der Wässerlein verwirklicht hat.
Den beigegebenen Bildschmuck zeichnete Herr Johannes Friebel (Potsdamer K.-G.). Verlag und Verfasser hoffen, durch die Bilder den Wasserwanderer noch mehr zum Sehen anzuregen und dem Werk den Charakter eines Heimatbuches zu geben.
Allen Mitarbeitern, auch den nicht namentlich genannten, sei also mein herzlichster Dank ausgesprochen!
So möge denn das Werk seinen Zweck erfüllen, dem Wasserwanderer ein zuverlässiger Führer zu sein und manche noch Fernstehenden zu Wanderfahrten auf unseren herrlichen Gewässern zu veranlassen, und sie mitschöpfen zu lassen aus
dem großen Gesundborn, den wir an ihnen besitzen! Möge der Führer auch dem Berliner und dem Fremden zeigen, welche landschaftlichen Schönheiten sich schon vor den Toren der Reichshauptstadt und in der Mark und Mecklenburg bieten!
Der zweite Teil unseres „Hip Hip Hurra“, der die übrigen Wasserstraßen behandelt, wird dem Wunsche vieler Wanderfahrer entsprechend nach Stromgebieten eingeteilt werden, als erstes Heft wird die „Weser“ und dann die „Oder“ erscheinen.
Anregungen zu Verbesserungen und Berichtigungen nimmt der Verfasser jederzeit gern entgegen, für Notizen hierzu ist am Schlusse des Buches Raum vorgesehen, so daß sie schon auf der Fahrt gemacht werden können.
Cöpenick-Wendenschloß, 10. April 1925.
Mit kräftigem: Hip Hip Hurra!
Friedrich Eduard Keller
Ehrenmitglied des „Vereins der Touren – Ruderer“, Berlin;
der „Kreuzer Abteilung des Deutschen Segler-Verbandes“
und des „Vereins für Kanusport“ Berlin;
Mitglied des „Bundes Deutscher Wanderpaddler“.




